Garten Tipps

Aller Anfang ist …

und auch Profis können noch etwas lernen

Sie sind Anfänger oder Anfängerin im Gemüseanbau?

Kein Problem! Alle haben klein angefangen und es ist noch keine Gärtnermeisterin vom Himmel gefallen.

Für einen guten Start

Für Menschen, die das erste Mal bei uns sind, bieten wir einen Einführungsworkshop an. Hier erklären wir, wie die Anlage funktioniert und wie man die wichtigsten Gartengeräte sicher und richtig einsetzt und auf was man bei den ersten Schritten achten sollte.

Von anderen Gärtner*innen kann man viel lernen und sich einiges abschauen.

Es gibt jede Menge Literatur, Internetseiten und Videos, aber auch Kurse zum Thema Gärtnern. Gerne können wir Ihnen hier einige Empfehlungen zukommen lassen.

Am Anfang gilt vor allem:
Probieren geht über studieren und weniger ist mehr!

Im Anbauplan sind ca. 25 Kulturen enthalten und es wachsen jede Menge Blumen, die sich mittlerweile am Feld selbst aussamen. Sie müssen also am Anfang nichts zukaufen und können auch Saatgut fürs nächste Jahr aufheben, falls es ihnen zu viel ist.

Vier einfache Regeln zum Start,
die Ihnen viel Zeit und Energie sparen:

1

Bei nassem Boden das Feld möglichst nicht betreten, um Verdichtungen und ein Verschlämmen des Bodens zu verhindern. Dies macht eine Bearbeitung des Bodens einfacher und erlaubt den Pflanzen sich gut einzuwurzeln.

2

Möglichst früh und regelmäßig hacken, denn Beikräuter lassen sich im Keimblattstadium viel leichter und effizienter entfernen.

3

Ein Sprichwort besagt: “Einmal gehackt, ist zweimal gegossen.“ Durch regelmäßiges Hacken verhindern Sie die übermäßige Verdunstung des Bodens und lässt Wasser besser in den Boden eindringen

4

Neben dem Hacken ist vor allem das Mulchen – das Ausbringen von Wiesenschnitt, Jätgut und anderem organischem Material auf dem Erdboden – ein wichtiger Beitrag um den Boden feucht zu halten und das Bodenleben zu ernähren und vor der Sonneneinstrahlung zu schützen.

Ein paar Tipps für einen guten Start

Folgendes Equipment empfehlen wir zu Beginn:

+ Naturschnur zum Abgrenzen Ihrer Parzelle und zum Markieren der Reihen und Saatrillen

+ Kleineres Gartenwerkzeug wie: Handschaufel, Handkralle, Gartenschere, Pflanzholz

+ Maßband zum Abmessen des Saatabstandes 

+ Gießkanne

Eigenen Brauseaufsatz (Standard Schlauchanschluss D = 1/2“), inkl. Gießstab

+ Pflanzenschilder (nicht aus Plastik)

+ Holzstäbe + Naturschnur zum Markieren der Reihen und Saatrillen

+ Pflanzenstäbe und Naturschnur zum Anbinden Ihrer Pflanzen

+ Sonnencreme und Sonnenhut

+ Geduld 


Wir stellen grooßes Gartenwerkzeug zur Verfügung:
z.B Grabegabeln, Spaten, (Doppel-)Hacken, Dreizack, Rechen, Schweizer Pendelhacken, Sauzahn

tipps garteln mulchen, feldsalat
Gut vorbereitet für einen guten Start

Sehr kleines Saatgut
Um zu dichtes Säen zu vermeiden, kann kleines Saatgut wie Karotten, Petersilie, Dille mit Gries gemischt werden.

Zwei Teile Gries mit einem Teil Saatgut gleichmäßig mischen. Mit einem Blatt Papier oder einem Samensackerl mit leichtem Antippen die Mischung gleichmäßig in die Rille streuen.

Großes und hartes Saatgut
Um die Keimung zu erleichtern, kann großes und hartes Saatgut einige Stunden oder über Nacht in lauwarmem Wasser vorgequollen werden. Empfohlen zB bei Bohnen, Erbsen, Mais, Kürbis, Zucchini, Gurken.


Wenn Sie aussäen/pflanzen, sollte der Boden zumindest oberflächlich abgetrocknet sein, damit Sie ihn nicht verdichten, wenn Sie drauf steigen.

Zuerst bestimmen Sie, was Sie wo säen und setzen wollen, oder Sie halten sich an unseren Mischkulturplan. Dabei überlegen Sie sich auch, wo die Wege auf Ihrer Parzelle verlaufen sollen.

Es gibt natürlich so viele Möglichkeiten den Boden vorzubereiten wie es Gärtner*innen gibt und Sie werden sicher nach und nach für sich den besten Weg finden.

Eine gute Möglichkeit, die Parzelle vorzubereiten, ist, die Mitte der Wege zwischen den einzelnen Gemüsekulturen mit Stöcken zu markieren und mit Schnüren zu verbinden. Dadurch ergibt sich ein linearer Raster mit den jeweiligen Abständen der Kulturen zueinander – siehe hierzu den Mischkulturplan mit dem Platzbedarf für die einzelnen Kulturen. Die Mitte dieser Reihen markiert jeweils die Saatrillen, in die das Saatgut gelegt wird bzw. die Mitte der Pflanzlöcher für die Jungpflanzen. Markieren sie diese mit beschrifteten Holzschildern, damit sie immer wissen, was wohin kommt. So können sie nach und nach ihre Samen bzw. Jungpflanzen einsetzen, je nachdem, wann sie in die Erde sollen. Es empfiehlt sich außerdem, die Wege gleich mit Mulchmaterial zu bedecken, dadurch kann der Boden weniger verschlämmen, das Bodenleben wird genährt und der Weg ist gut sichtbar, sodass sie nicht auf ihre künftige Pflanzfläche treten.
Dann bereiten Sie den Boden vor, je feinkrümeliger die Erde, desto besser.

Tipp für den Anfang:
Man muss nicht immer eine große Fläche vorbereiten, es reicht, auch nur die Linie der Reihe vorzubereiten. Für grobes Saatgut wie z.B. Kürbis, Zucchini, Gurke reicht es auch, nur den Boden um die Aussaat herum krümelig zu haben. Mehr ist ein Plus aber kein Muss.

Sollten Sie das Gefühl haben, dass der Boden recht verdichtet ist, sollten Sie ihn vor dem Einsäen oder Bepflanzen noch lockern. Dafür nehmen Sie am besten eine Grabegabel bzw. Doppelgrabegabel oder einen Sauzahn.

So funktioniert´s: Die Gabel in den Boden stechen und dann nach hinten drücken, sodass der Boden gelockert, aber nicht gewendet wird. Dies wiederholen Sie alle paar Zentimeter über die ganze Reihe indem sie Rückwärts gehen. Anschließend können Sie vom Weg aus den Boden mit einem Rechen einebnen und noch etwaige Brocken zerschlagen.

Wenn nötig, markieren Sie mit einer Schnur, wo Sie die Saatrille ziehen wollen. Beachten Sie dabei die Tiefe, die je nach Saatgut unterschiedlich ist (siehe Gemüse Tipps). Danach streuen/legen Sie das Saatgut in die Rille, verschließen die Rille mit dem Rechen, leicht andrücken und angießen.
Manches Saatgut ist ein Lichtkeimer, hier wird das Saatgut nur leicht mit Erde bestreut, angedrückt und dann gegossen.

Wichtig: Markieren Sie, was Sie wo gesät haben, mit einem Schild oder Stöckchen, damit Sie es nicht unabsichtlich jäten und gezielt Ihre Aussaat und nicht das Beikraut gießen.

Tipp:
zwischen Bodenbearbeitung und Aussaat bzw. Auspflanzen sollte idealerweise mindestens ein Tag liegen, damit sich der Boden wieder etwas setzen kann.

Das Feld vorbereiten
mit Rechen vorbereiteter Aussaatboden: in der Mitte krümelige Erde, rundherum klumpige Erde auf den Wegen.
mit Rechen vorbereiteter Aussaatboden: in der Mitte krümelige Erde, rundherum klumpige Erde auf den Wegen.
Aussaat von Erbsen mit Pflanzschnur, die man bei Erbsen gleich an den Stäben lassen kann
Aussaat von Erbsen mit Pflanzschnur, die man bei Erbsen gleich an den Stäben lassen kann
Aussaat von Mais
Aussaat von Mais
mit einer Markierung ist gezieltes Gießen der Kürbis-Aussaat möglich
mit einer Markierung ist gezieltes Gießen der Kürbis-Aussaat möglich

Zuerst wird ein Loch geeigneter Größe ausgehoben. Das Pflanzloch sollte groß genug sein, damit der Wurzelballen gut darin Platz hat und rundherum die Erde locker aufgefüllt werden kann. Das Pflanzloch schließen und kontrollieren, ob die Pflanze gut sitzt. Abschließend gut angießen, damit sich die Wurzeln mit der umgebenden Erde gut verbinden (das sogenannte Einschlämmen).

Planen Sie die Wege auf Ihrer Parzelle, bevor Sie sie das erste Mal betreten. Mit jedem Schritt verdichten Sie den Gartenboden unter sich und erschweren sich damit selbst die Gartenarbeit.
Vermeiden Sie es vor allem, die Parzelle direkt nach dem Regen oder Gießen zu betreten.

Ein Tipp vor allem für diejenigen, die nach unserem Anbauplan garteln:
Da zwar nicht alles, aber dennoch einiges von dem Saatgut, das Sie von uns erhalten, erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ausgesät werden soll, ist es ratsam, sich die Aussaat-Reihen und Wege bereits auszumessen und zu markieren. So halten Sie ganz sicher den richtigen Abstand zum Saatgut, das Sie erst später säen können.

geplante Reihen und Wege: Aussaat-Reihen mit Holzmarkierungen/Stäben und Wege mit Miscanthus markiert

Als BioBäuerinnen verzichten wir auf jegliche Pestizide. Was das Beikraut angeht, muss man somit Hand anlegen!

Nach der Aussaat, sobald die Gemüsepflänzchen gut sichtbar und vom Beikraut unterscheidbar sind, meistens innerhalb der ersten zwei Wochen, beginnt man mit dem Hacken des Beikrauts. Wir sind ehrlich, wenn man das Entfernen des Beikrauts vernachlässigt, riskiert man, dass es einem buchstäblich über den Kopf wächst. Wer hier zu Beginn jedoch seine Hausaufgaben gut macht – die Hauptjätzeit ist im Mai und Juni -, hat im Laufe der kompletten Saison mehr davon, also im Endeffekt weniger Arbeit: Ihre Gemüse-Pflänzchen müssen dadurch mit dem Beikraut nicht um Nährstoffe oder Sonne wetteifern und haben genug Platz zum Wachsen.

Sobald das Gemüse-Pflänzchen (im Bild roter Pflücksalat) gut unterscheidbar vorm Beikraut ist (im Bild alles Andere) sollte man zum Jäten beginnen. In diesem Fall nah bei der Pflanze vorsichtig mit den Fingern, rundherum z.B. mit einem Schwedischem Handjäter, auch als Jätefaust bekannt.

Wenn man dann zusätzlich das gejätete Beikraut neben den Nutzpflanzen als Mulchschicht liegen lässt, liefert man dem Gemüse Nährstoffe und hält dadurch den Boden länger feucht – weniger Arbeit, weniger Gießaufwand, gesündere Pflanzen, gesünderer Boden und mehr Ernte!

gut unterscheidbar: roter Pflücksalat in Mitten von Beikraut
gut unterscheidbar:
roter Pflücksalat in Mitten von Beikraut
die widerspenstige Quecke jäten - das Blatt kann zum Mulchen verwendet werden, die Wurzel idealerweise in der Biotonne entsorgen
die widerspenstige Quecke jäten – das Blatt kann zum Mulchen verwendet werden, die Wurzel idealerweise in der Biotonne entsorgen
von Beikraut überwucherter Mangold
von Beikraut überwucherter Mangold
wenn es "nicht genug" Beikraut gibt, Grasschnitt oder Miscanthus nehmen
wenn es „nicht genug“ Beikraut gibt,
Grasschnitt oder Miscanthus nehmen
gejätetes Beikraut links als Mulchschicht
gejätetes Beikraut links als Mulchschicht
zwischen den Reihen gemulcht mit unserem Rasenschnitt, welcher die Pflanzen gleichzeitig mit wichtigen Nährstoffen versorgt und damit der am leichtesten verfügbare Dünger ist
zwischen den Reihen gemulcht mit unserem Rasenschnitt, welcher die Pflanzen gleichzeitig mit wichtigen Nährstoffen versorgt und damit der am leichtesten verfügbare Dünger ist

Planen Sie die Wege auf Ihrer Parzelle, bevor Sie sie das erste Mal betreten. Mit jedem Schritt verdichten Sie den Gartenboden unter sich und erschweren sich damit selbst die Gartenarbeit.
Vermeiden Sie es vor allem, die Parzelle direkt nach dem Regen oder Gießen zu betreten. Sie verdichten sich dadurch nicht nur den Boden sehr stark, sondern werden auch mit viel Gatsch auf Ihren Schuhsohlen das Feld verlassen.

Drei Tipps für eine einfache Bodenpflege:

Tipp 1
Vor allem für diejenigen, die nach unserem Anbauplan garteln:
Da zwar nicht alles aber dennoch einiges von dem Saatgut, das Sie von uns erhalten, erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ausgesät werden soll, ist es ratsam, sich die Aussaat-Reihen und Wege bereits auszumessen und zu markieren. So halten Sie ganz sicher den richtigen Abstand zum Saatgut, das Sie erst später säen können.

Tipp 2
Jäten Sie vor Ihrem Urlaub, damit Sie nachher nicht zu viel auf einmal jäten müssen.

Tipp 3
Sobald es wärmer bzw. heiß wird, geht auch das Beikraut schwieriger aus dem Boden raus. Hier hilft es – vor allem beim Jäten mit der Hand -, am Vorabend zu gießen und am Vormittag des Folgetages zu jäten. Aus feuchtem Boden lässt sich das Beikraut nämlich leichter rausziehen. Alternativ gießen Sie in der Früh oder am Vorabend und kommen später, wenn der Boden oberflächlich getrocknet bzw. nur mehr leicht feucht ist.

Pendel-Hacke: schneidet tiefere Wurzeln ab oder zieht sie sogar raus und lockert dabei den Boden
Pendel-Hacke: schneidet tiefere Wurzeln ab oder zieht sie sogar raus und lockert dabei den Boden
die Pendel-Hacke im Boden hin und her bewegen; bitte NICHT damit hacken und auch nicht von oben Druck auf den Stiel ausüben, da ansonsten das Pendelstück bzw. der Stiel bricht
die Pendel-Hacke im Boden hin und her bewegen; bitte NICHT damit hacken und auch nicht von oben Druck auf den Stiel ausüben, da ansonsten das Pendelstück bzw. der Stiel bricht
Hacke: lockert den Boden, hackt Wurzeln ab - ist nicht wie ein Hammer zu verwenden ;-), der Boden wird durch kurze Bewegugen von knapp oberhalb des Bodens gehackt
Hacke: lockert den Boden, hackt Wurzeln ab – ist nicht wie ein Hammer zu verwenden ;-), der Boden wird durch kurze Bewegugen von knapp oberhalb des Bodens gehackt

Von uns empfohlenes Handwerkzeug zum Jäten:

Handjäter/Jätefaust
Handjäter/Jätefaust
Japanische Sichelhacke: beim durch den Boden Ziehen werden Beikrautwurzeln durchgeschnitten
Japanische Sichelhacke: beim durch den Boden Ziehen werden Beikrautwurzeln durchgeschnitten
Unkrautstecher: fürs Rausholen tiefwurzelnden Beikrauts
Unkrautstecher: fürs Rausholen tiefwurzelnden Beikrauts
Beim durch den Boden Ziehen werden feine Beikräuter samt Wurzeln rausgezogen
Beim durch den Boden Ziehen werden feine Beikräuter samt Wurzeln rausgezogen

Am Besten ist es, die Pflanzen zu „erziehen“ tief zu wurzeln. Damit reduziert man nicht nur den Gießaufwand, sondern stellt auch sicher, dass die Pflänzchen auch überleben, wenn man mal an einem Hitzetag verhindert ist und nicht zum Gießen kommt.

So „erziehen“ Sie Ihre Pflanzen:
Nach der Aussaat ist es selbstverständlich, öfter und reichlich zu gießen. Hier zahlt es sich aus, die Wetterprognosen zu beobachten und sich die eine oder andere Anfahrt zu ersparen. Danach gießt man reichlich weiter, jedoch immer seltener, sodass den Pflanzen irgendwann nur mehr ein bis zwei Mal pro Woche Gießen reicht (Ausnahme bei Hitzerekorden…). Damit erreicht man, dass sich die Wurzeln der Pflanzen das Wasser nicht nur knapp unter der Oberfläche holen, man zwingt sie quasi das Wasser tiefer in der Erde zu suchen.

Um Bodenerosionen, -verschlämmung und -verkrustung zu verhindern, raten wir ausdrücklich dazu zu mulchen!

Tipp
Gießen Sie außerdem gezielt nur im Bodenbereich und nicht die Blätter. Damit kann man diversen Krankheiten vorbeugen. Wenn Sie nach der Aussaat gezielt nur die ausgesäten Reihen bzw. Stellen gießen, führen Sie dem Beikraut kein extra Wasser zu, was dessen Wuchs hemmt.

geplante Reihen und Wege: Aussaat-Reihen mit Holzmarkierungen/Stäben und Wege mit Miscanthus markiert und gezielt gegossen.

Wie man den Gießaufwand senken und damit wertvolles Wasser sparen kann:

1) Auf der Parzelle Beikräuter jäten, möglichst noch bevor diese Samen bilden.

2) Rasenschnitt von unserer Anlage als dünne Mulchschicht zwischen den Gemüsereihen ausbringen, um den Boden zu bedecken und zu nähren. Wenn er noch frisch ist, dann nur sehr dünn ausbringen.

Tipp:
Was wir noch empfehlen können: Lebendmulch
Setzen Sie einfach zwischen Ihre Reihen Spinat, Feldsalat, Kapuzinerkresse. Diese bedecken ebenso den Boden, halten die Beikräuter fern, die Feuchtigkeit im Boden und die Erde bei Regen an Ort und Stelle.

Vorteile des Mulchens:

+ unterdrückt Beikräuter
+ verbessert das Bodenleben / schütz Mikroorganismen vor UV-Strahlung
+ schützt vor Bodenverschlämmung
+ reduziert die Wasserverdunstung – niedrigerer Wasserverbrauch, damit auch reduzierte Gießintervalle

Als Mulch eignet sich auch Miscanthus (Elefantengras), welcher als nachhaltiger Humuslieferant wirkt, schwere Böden lockert und belüftet und zudem frei von Beikraut-Samen ist. Zusätzlich hat Miscanthus den Vorteil scharfkantig zu sein, weswegen es von Schnecken meist gemieden wird.

Ähnliche Eigenschaften wie der Miscanthus haben auch Hanfschäben. Auch sie werden von Schnecken eher gemieden.

Eine 1,5 cm Schicht Miscanthus oder Hanfschäben zw. den Pflanzen oder als Pflanzenschutz breit um die zu schützende Pflanze herum ausbringen. Nach dem Ausbringen muss es unbedingt sofort eingegossen werden, damit es vom Wind nicht weggeweht wird. Nach dem ersten Eingießen ist es dann windsicher.
Vorteilhaft ist auch das Eingießen mittels Brennessel- oder Schachtelhalmjauche (siehe BioRegel), die eine düngende Wirkung haben.
Um ihre Wirksamkeit gegen Schnecken aufrecht zu erhalten, rauen sie den Miscanthus und die Hanfschäben nach dem Regen wieder auf.

Wichtig beim Mulchen mit trockenem Material wie Stroh, Miscantus oder Hanfschäben ist zu beachten, dass sie wenig Nährstoffe enthalten, weshalb ihre Düngewirkung äußerst gering ist. Sie verrotten nur schwer und fixieren Stickstoff der für das Pflanzenwachstum essentiell ist. Das bedeutet, dass wegen der langen Verrottungsphase die Mikroorganismen dem Boden sehr viel Stickstoff entziehen und der Boden somit extra gedüngt werden müsste. Dies kann durch gezielte Jauchegaben abgemildert werden. Grüne Materialien wie frischer Grasschnitt und Beikräuter enthalten viel Stieckstoff und Nährstoffe.

Bei Regen wird bei nicht gemulchtem Boden die Bodenoberfläche verschlämmt. Dies hat folgende Auswirkungen (siehe Fotos):

Unter dem Mulch ist es feucht und krümelig.
Unter dem Mulch ist es feucht und krümelig.
Direkter Vergleich auf einem Foto.
links: unter dem Mulch ist die Erde feucht, obwohl der Mulch selbst an der Oberfläche trocken ist
rechts: trocken und steinhart
Direkter Vergleich auf einem Foto.
links: unter dem Mulch ist die Erde feucht, obwohl der Mulch selbst an der Oberfläche trocken ist
rechts: trocken und steinhart
tipps garteln mulchen bodeneinebnung

1) Bodeneinebnung und Verschluss der Bodenporen -> das Wasser kann nicht tief einsickern, sondern fließt ab und nimmt auch wertvolle Nährstoffe mit.
1) Bodeneinebnung und Verschluss der Bodenporen -> das Wasser kann nicht tief einsickern, sondern fließt ab und nimmt auch wertvolle Nährstoffe mit.
tipps garteln mulchen krustenildung

2) Krustenbildung nach der Abtrocknung -> erschwert nicht nur das Garteln, sondern auch die Keimung und Entwicklung der Pflanzen
2) Krustenbildung nach der Abtrocknung -> erschwert nicht nur das Garteln, sondern auch die Keimung und Entwicklung der Pflanzen

Mit dieser Bewässerungshilfe aus durchlässigem Ton sparen Sie Wasser und Zeit. Das Wasser im Tontopf sickert durch die feinen Poren des Tons durch. Dadurch bleibt die Erde rundherum feucht und die Wurzeln der Pflanzen wachsen um die Olla (gesprochen „Oja“) herum.

Es gibt etliche verschiedene Ollas zu kaufen, Sie können sich aber auch Ihre eigene aus alten Tontöpfen basteln wie wir: Das Loch des Tontopfs mit einem Korken oder Bio-Bienenwachs (lt. BioRegel zu melden) verschließen, neben bzw. zwischen zwei Pflanzen vergraben (Gemüse wie Tomaten, Kürbis, Gurken, Paprika, Zucchini, Melonen brauchen viel Wasser), sodass ein paar Zentimeter Rand noch aus der Erde rausschauen. Mit Wasser füllen und schauen, ob das Loch dicht ist, dann den Untersetzer drauf stellen. Und um den lieben Insekten in der Sommerhitze eine sichere Trinkmöglichkeit zu bieten, geben Sie ein paar größere Steine rein und füllen auch den Untersetzer mit Wasser.

Es gibt im Internet natürlich auch viele andere DIY-Olla-Varianten

„Einmal hacken ist zweimal gegossen“, besagt ein altes Sprichwocht.
Durch diese Art der Bodenbearbeitung verhindert man eine Verkrustung des Bodens und unterbricht die feinen Kapillaren im Boden. Dadurch gelangt das Wasser bei Trockenheit nicht so schnell an die Oberfläche, die Verdunstung wird somit verlangsamt.
Wenn man sich an diese Gartenregel hält, spart man sich jedoch nicht nur Wasser, sondern auch den Großteil des Jätens. Also, immer wieder zwischen den Reihen bzw. um die Pflanzen herum, hacken.
– am Besten mit der Pendelhacke und Hacke so lange die Beikräuter im Keimblattstadium sind und sich leicht entfernen lassen.

Hacke
Hacke

Vor allem im Sommer, wenn vermehrtes Gießen erforderlich ist, kann es aufgrund des Gewichts des langen Gießschlauchs und wenn man daran zieht vorkommen, dass sich der Schlauchaufsatz löst. Um dies zu verhindern, stellen wir hier Vorsichtsmaßnahmen, sowie eine leichte Reparaturmöglichkeit vor, falls es doch dazu kommt.
Alle anderen Schlauchdefekte melden Sie uns bitte via E-Mail, große Schäden mit enormen Wasseraustritt bitte sofort via Telefon.
Vielen Dank!




Ziehen
Greifen Sie den Schlauch unterhalb Ihres Gießaufsatzes und ziehen an diesem. Ziehen Sie nicht am Handgriff Ihres Gießaufsatzes. Der kleine Schlauchaufsatz kann das Gewicht des Schlauches nicht halten und rutscht immer mehr aus dem Aufsatz raus, bis jemand unglücklicherweise eine kalte Dusche verpasst bekommt…
Sollte der Schlauch nicht nachkommen, schauen Sie vor dem Ziehen, ob dieser evtl. irgendwo feststeckt oder seine gesamte Länge erreicht wurde, um ein Rausziehen aus dem Schlauchaufsatz am Wasserhahn zu verhindern. In dem Fall ist es nötig, einen der Gießstelle näheren Schlauch zu verwenden.


Lagern
Nach dem Gießen ziehen Sie den Schlauch seitlich entlang des Weges (knapp an den Parzellen) auseinander.
Lassen Sie das eine Ende des Schlauchs am Wasserhahn stecken, das andere Ende hängen Sie in die Schlaufe am Wasserhahn, um jegliche Verstopfungen durch Erde oder Tiere zu vermeiden.
Vermeiden Sie es, auf die Schläuche zu steigen. Es macht sie kaputt und eine Reparatur/ein Austausch wird dadurch früher nötig.


Kleine Schauchaufsatz-Reparatur
Damit Sie weiter gießen können und nicht auf eine Reparatur durch uns warten müssen, haben wir hier eine kurze Anleitung zusammen geschrieben. Bitte melden Sie uns jeglichen anderen Schaden bzw. falls eine Reparatur nicht möglich ist, weil der Schlauchaufsatz an sich defekt ist.
Sollte sich der Schlauch aus dem Schlauchaufsatz gelöst haben oder drohen, sich daraus zu lösen – schief im Schlauchaufsatz stecken und/oder tropfen, – gehen Sie wie folgt vor:
Schrauben Sie den Schlauchaufsatz auf und stecken Sie den Schlauch tief in den Aufsatz rein.
Dabei ist besonders darauf zu achten, dass alle Zähnchen des Aufsatzes außen am Schlauch anliegen und durch das Reinstecken des Schlauches nicht nach innen geknickt werden.
Sollte dies der Fall sein, kann man diese zB mit der Spitze einer Gartenschere leicht wieder zurück biegen.
Schrauben Sie danach den Ring wieder fest an den Aufsatz an.

Den Schlauch richtig ziehen
den Schlauch bitte nicht am Gießgriff nehmen, sondern am Schlauch selbst halten
Lagern

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