Weil Gemüse nicht Gemüse ist…

Diese Sorten geben wir Ihnen dieses Jahr als Samen aus
Hülsenfrüchtler (Fabaceae) / Leguminosen
Man unterscheidet:
Markerbsen: Verwendung zum Frischverzehr und Einfrieren
Schal- oder Palerbsen: Verwendung als Trockenerbse, oder frisch essen
Zuckererbse (Zuckerschoten): werden mitsamt der Hülse roh oder gedünstet gegessen, können gut eingefroren werden
Aussaat: Palerbsen u. Zuckererbsen ab März, Markerbsen ab April, direkt ins Beet,
Keimtemperatur: Palerbsen ab ca. 2-5°C, Zucker- u. Markerbsen ab ca. 5-8°C
Keimdauer: ca. 10 Tage
Reihenabstand: 30 – 45 cm, bei Doppelreihen mit Rankhilfen Wege von 60-80cm
Abstand in der Reihe: 3 -5 cm
Saattiefe: ca. 3 – 5 cm
Nährstoffbedarf: Schwachzehrer
Ernte: ca. 8 bis 10 Wochen nach der Aussaat über einen Zeitraum von 3 bis 4 Wochen (Sortenabhängig)
Stütze / Rankhilfe: Je nach Sorte sind Höhen von 40 cm bis 2 m möglich, meist verwenden wir bei der ‘Wilden Hummel’ niedrige Sorten, die keine Rankhilfe benötigen.
Pflegetipps: Meist ist keine Bewässerung notwendig, da der Boden bei der Aussaat noch feucht vom Winter ist und Erbsen sehr tief wurzeln, bei sehr trockenem Frühjahr kann eine Bewässerung notwendig sein. Leichtes Anhäufeln erhöht die Stabilität.
Wichtig: nach dem Aufgehen regelmäßig hacken. Möglichst früh aussäen, um Schädlingen davon zu wachsen.
Schädlinge und Krankheiten: z.B.: Falscher Mehltau: tritt bei kühler und feuchter Witterung auf – nur beim Befall von Jungpflanzen ertragsmindernd; Echter Mehltau (trockene u. warme Witterung), Erbsenrost. Meist durch Blattläuse übertragene Virosen: Frühe Bräune, Blattrollmosaikvirus.
Erbsenkäfer: schädigt die Samen im Freiland. Vorbeugung: frühe Aussaat und intensive Bodenbearbeitung durch regelmäßiges Hacken.
Erbsenwickler ist ein olivbrauner Schmetterling der seine Eier auf der Blattunterseite der Erbse ablegt, die Larven fressen junge Hülsen u. Erbsensamen an (vor allem bei Trockenerbsen). Vorbeugung: frühe Aussaat, für gute Belüftung der Pflanzen sorgen, regelmäßiges Hacken u. Fruchtwechsel, Mischkultur mit Ringelblumen.
Außerdem: Erbsenblattrandkäfer, Grüne Erbsenblattlaus, Erbsengallmücke.
Gut zu wissen: Erbsen sind Leguminosen und können ihren Bedarf an Stickstoff mittels Symbiose mit Knöllchenbakterien aus der Luft binden. Sie müssen meist nicht gedüngt werden.
Ringelblumen sind ideale Mischkulturpartner, da sie durch ihren Geruch den Erbsenwickler verwirren.
Gute Nachbarn: Kohlarten, Karotten, Radieschen, Rettich, Salat, Spinat
Schlechte Nachbarn: Bohnen, andere Erbsen-Sorten, Frühkartoffeln, Porree (Lauch), Tomaten, Zwiebeln.

Hülsenfrüchtler (Fabaceae) / Leguminosen
Man unterscheidet: Buschbohnen (Phaseolus vulgaris ssp. vulgaris var. nanus) und Stangenbohnen (Phaseolus vulgaris ssp. vulgaris var vulgaris)
Aussaat: ab Mitte Mai bis Anfang Juli (Gartenbohnen sind sehr kälteempfindlich)
Keimtemperatur: 8-22°C, Keimdauer 14-21 Tage, nicht frosthart
Reihenabstand: 40 – 60 cm,
Abstand in der Reihe: alle 8-10 cm oder in Horsten von 4 -6 Bohnen im Abstand von 30 cm
Saattiefe: 1,5 cm, wichtig: nicht zu tief säen bei schweren Böden wie am Roten Berg.
Nährstoffbedarf: Schwachzehrer
Ernte: Buschbohnen: erste Ernte ca. 6–8 Wochen nach Aussaat, Buschbohnen können ca. drei mal beerntet werden.
Stangenbohnen: erste Ernte ca. 8-12 Wochen nach Aussaat, können bis in den Herbst laufend beerntet werden.
Stütze / Rankhilfe: bei Buschbohnen nicht notwendig, Stangenbohnen müssen gestützt werden – Rankhilfen vor der Aussaat errichten.
Pflegetipps: während der Blüte und Hülsenbildung erhöhter Wasserbedarf – regelmäßig gießen, hacken und später mulchen. Vor der Aussaat und in den ersten 4 – 6 Wochen regelmäßig hacken, um Beikraut und bodenbürtige Schädlinge zu regulieren (siehe Wurzelfliegen).
Buschbohnen können nach dem Auflaufen angehäufelt werden, dies erhöht die Standfestigkeit.
Schädlinge und Krankheiten: Wurzelfliegen (Delia spp.) – Larven fressen Samen an und verhindern Keimung; Bohnenblattlaus u. Schnecken. Diverse Pilzkrankheiten wie Bohnenrost, Brennfleckenkrankheit, Bohnenmosaikvirus (durch Blattläuse übertragen) – bei Befall die Pflanze entfernen und nicht am Gelände lagern/kompostieren bzw. damit mulchen.
Mittlerweile haben wir auch die Reiswanze vermehrt auf Hülsenfrüchten gesichtet, wo sie die Bohnen anstechen und ihre Eier auf den Blättern ablegen – wichtig: Absammeln!
Gut zu wissen: Rohe Bohnen sind giftig und müssen ausreichend gekocht werden!
Fisolen sind Leguminosen und können ihren Bedarf an Stickstoff mittels Symbiose mit Knöllchenbakterien aus der Luft binden. Sie müssen meist nicht gedüngt werden.
Einjähriges Bohnenkraut zwischen die Fisolen gepflanzt wehrt Läuse ab und kann für viele Bohnengerichte verwendet werden.
Gute Nachbarn – Buschbohnen: Bohnenkraut, Borretsch, Dill, Erbsen, Erdbeeren, Gurken, Kartoffeln, Kohlarten, Mangold, Radieschen, Rettich, Rote Rüben, Sellerie, Tomaten
Schlechte Nachbarn – Buschbohnen: Fenchel, Stangenbohnen, Zwiebeln, Porree (Lauch)
Gute Nachbarn – Stangenbohnen: Bohnenkraut, Gurken, Ringelblumen, Rote Rüben, Salate, Sellerie, Spinat, Tagetes
Schlechte Nachbarn – Stangenbohnen: Buschbohnen, Erbsen, Porree, Zwiebeln

Kürbisgewächs (Cucubitaceae),
Aussaat: Direktsaat ab ca. Mitte Mai (ab 13°C Bodentemperatur) oder vorkultivieren.
Keimtemperatur: mind. 13°C, optimal 25 bis 28 °C,
Keimdauer: ca. 1 Woche
Reihenabstand: ca. 100 cm
Abstand in der Reihe: im Freiland ca. 40 cm
Saattiefe: ca. 2 cm
Nährstoffbedarf: Starkzehrer
Ernte: Je nach Sorte ca. acht bis neun Wochen nach der Pflanzung. Für laufende Blütenbildung laufend ernten.
Stütze / Rankhilfe: Im Freiland wachsen Gurken meist liegen, können aber an Rankgerüsten hochgeleitet werden. Salatgurken sollten ein Rankgerüst bekommen.
Pflegetipps: Gurken sind Flachwurzler, daher sollte der Boden vor dem pflanzen gut gelockert werden und darf nicht verschlämmen (regelmäßig hacken). Gurken haben eine hohen Kali-Bedarf, welcher z.B.: mit Beinwelljauche gedeckt werden kann.
Gurken haben sehr hohen Wasserbedarf und müssen kontinuierlich mit Wasser versorgt werden, wichtig: Mulchen! Da Gurken sehr anfällig für Falschen Mehltau, seltener Echten Mehltau sind, sollten die Pflanzen immer gut abtrocknen können. Dazu können sie die Pflanzen auf ein Gerüst aufleiten oder auf eine dicke Mulchdecke legen. Die Blätter beim Gießen nicht befeuchten (Gießkanne verwenden!).
Schädlinge und Krankheiten: Pflanzen gegen Pilzkrankheiten mit Pflanzenstärkungsmitteln wie Ackerschachtelhalmjauche stärken. Befallene Blätter im Restmüll entsorgen.
Gut zu wissen: Gurken und andere Kürbisgewächse dürfen, da sie sehr empfindliche Wurzeln haben, nicht pikiert werden. Die Vorkultur sollte in größeren Töpfen erfolgen und frühestens 2-3 Wochen vor dem Auspflanzen erfolgen. Beim Auspflanzen im Freiland die Wurzeln nicht beschädigen. In Wien ist häufig eine Direktsaat ab Mitte Mai gut möglich. Nur Vorsicht, die kleinen Pflänzchen vor Schnecken schützen. Beim Auspflanzen von vorgezogenen Pflanzen sollten Salatgurken nur 2 max. 3-4 echte Laubblätter, Einlegegurken max 2-3 Laubblätter haben.
Gute Nachbarn: Basilikum, Borretsch, Brokkoli, Dill, Erbsen, Fenchel, Gartenbohnen, Grünkohl, Karotten, Kopfkohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Liebstöckel, Petersilie, Puffbohnen, Rote Rüben, Sellerie, Spinat, Stangenbohnen, Zeller (Knollensellerie), Zwiebeln.
Schlechte Nachbarn: Kartoffeln, Majoran, Paprika, Radieschen, Rettich, Salbei, Thymian, Tomaten

Kürbisgewächse (Cucubitaceae)
Struktur
Aussaat: Direktsaat ab Mitte Mai (Bodentemperaturen von mind. 12°C),
Vorkultur ab ca. Mitte April – für rasches Auflaufen sorgen (7 Tage)
Pflanzung: ab Mitte Mai nach den letzten Frösten – Hohe Empfindlichkeit gegen Nässe und Kälte. Wichtig: keine überständigen Pflanzen setzen – neben Keimblättern max. 2-3 echte Blätter.
Keimtemperatur: 20 – 24°C, Keimdauer: 7 – 14 Tage
Reihenabstand: je nach Sorte 100 cm – 200 cm
Abstand in der Reihe: je nach Sorte 50 cm – 150 cm
Saattiefe: 2 – 3 cm
Nährstoffbedarf: Starkzehrer
Ernte: je nach Sorte, ab ca. August bis Ende Oktober – spätestens vor den ersten Nachtfrösten. Bei der Ernte sollte man mit dem Fingernagel die Schale nicht mehr einritzen können. Die Stängel sollen hart und trocken – “holzig” – sein. Zu früh geerntete Kürbisse sind nicht lagerfähig.
Stütze / Rankhilfe: Kürbisse wachse meist kriechend am Boden. Es gibt jedoch einige schwach rankende Sorten, die man auf eine Rankhilfe wachsen lassen kann, was Platz spart und für eine gute Belüftung der Blätter sorgt.
Pflegetipps: Anfangs ausreichend gießen, später kommen sie mit relativ wenig Niederschlag aus. Kürbisse haben anders als andere Starkzehrer keine hohen Stickstoffbedarf, dafür benötigen sie aber viel Kalium, Phosphor und andere Mineralstoffe. Am besten bei beginnender Fruchtbildung mit Pflanzenjauchen aus Brennessel oder Beinwell stärken.
Schädlinge und Krankheiten: Nacktschnecken lieben Kürbispflanzen. In den letzten Jahren haben wir auch die Reiswanze auf noch kleinen Kürbissen gesehen, die diese anstechen, was zum Faulen und Abfallen der Früchte führt. Daher regelmäßig kontrollieren und Reiswanzen absammeln.
Häufig werden Kürbisse vom Falschen Mehltau befallen. Da dies häufig erst zum Ende ihr Lebensdauer geschieht, gibt es dadurch kaum Ertragseinbußen. Bei sehr trockenem Wetter im Hochsommer kann es zum Befall mit Echtem Mehltau kommen was zu Ertragsverlust führen kann. Als Gegenmaßnahme Pflanzen mit Schachtelhalmjauche stärken und dafür sorgen, dass Blätter nach der Bewässerung gut abtrocknen können (Gießkanne). Kürbisse können außerdem von diversen Virosen befallen werden. Wichtig: erkrankte Pflanzen entfernen und im Restmüll entsorgen.
Gut zu wissen: Kürbisse benötigen ausreichend Platz, um sich gut entwickeln zu können – mind. 1 -2 m² pro Pflanze – die beugt auch Pilzerkrankungen vor.
Gute Nachbarn: Ringelblumen, Reiserbohnen (schwach rankende Bohnen), Mais.
Schlechte Nachbarn: Gurken, Melonen, Zucchini, die meisten anderen Starkzehrer.


Gänsefußgewächs (Chenopodiaceae)
Aussaat: Mitte April bis Mitte Juli
Keimtemperatur: ab ca. 7-8°C, optimal 20°C,
Keimdauer: ab ca. 7-8°C, optimal 20°C
Reihenabstand: 25 – 30 cm
Abstand in der Reihe: 5 – 10 cm, auf 8 – 12 cm ausdünnen bzw. versetzten (für Lagerrüben weiter), dicht gesät können Rote Rüben auch als “Baby-Leaf”-Salt geerntet werden.
Saattiefe: 3 – 4 cm
Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
Ernte: für den Frischverzehr ab Juli bis November, für Einlagerung ab November
Pflegetipps: Vereinzeln, regelmäßiges Hacken zur Bodenlockerung, um Luft zu den Wurzeln zu bringen. Gießen ist meist nur während Trockenperioden in der Auflaufphase notwendig. Während der Knollenbildung alle 2-3 Wochen mit verdünnter Pflanzenjauche düngen (Brennessel oder Beinwell).
Gut zu wissen: Jedes Samenknäul enthält bis zu 5 Keimlingen, daher ist es wichtig die Roten Rüben zu vereinzeln bzw. können so Rote Rüben als Mischkulturpartner zu anderen Gemüsepflanzen dazu gesetzt werden (siehe gute Nachbarn).
Gute Nachbarn: alle Hülsenfrüchte wie Fisolen oder Erbsen, Bohnenkraut, Brokkoli, Dill, Gurken, Kohlrabi, Kopfkohl, Kopfsalate, Kohlsprossen, Pastinaken, Radieschen, Rettiche, Zwiebel.
Schlechte Nachbarn: nicht zu andern Gänsefußgewächsen wie Spinat oder Mangold setzen, Kartoffeln, Paradeiser, Karotten, Mais, Porree.

Kürbisgewächs (Cucubitaceae)
Aussaat: Direktsaat ab mitte Mai bis Mitte Juni, Vorkultur frühestens Mitte April
Keimtemperatur: 20 – 22°C,
Keimdauer: ca. 7 – 14 Tage
Reihenabstand: 100 cm
Abstand in der Reihe: 100 cm
Saattiefe: 3 cm
Nährstoffbedarf: Starkzehrer
Ernte: ca. 5 Wochen nach der Pflanzung, je nach Sorte von etwa Anfang Juli bis Mitte September.
Stütze / Rankhilfe: es gibt rankende Sorten, die meisten benötigen aber kein Rankgerüst.
Pflegetipps: regelmäßige Wasserversorgung für guten Fruchtansatz, möglichst morgens wässern. Möglichst kleine Zucchini ernten um kontinuierlich Früchte zu erhalten. Den Boden regelmäßig hacken oder am besten bereits beim Auspflanzen mit einer Mulchschicht schützen.
Schädlinge und Krankheiten: diverse Virosen die von Blattläusen übertragen werden. Echter Mehltau tritt in heißen und trockenen Phasen auf, bringt aber kaum Ertragseinbußen. Am besten die Pflanzen im Voraus mit Ackerschachtelhalm-Tee oder -Jauche stärken.
Gut zu wissen: Wassermangel kann zu bitteren Früchten führen, ebenso das verkreuzen mit Zierkürbissen (am Roten Berg eher unwahrscheinlich). Bittere Früchte nicht essen.
Immer zwei Zucchini-Pflanzen nebeneinander setzten damit sie sich gegenseitig bestäuben können.
Auch die Blüten von Zucchini sind essbar.
Gute Nachbarn: Basilikum, Borretsch, Erbsen, Fenchel, Fisolen, Kapuzinerkresse, Kamille, Spinat, Zuckermais, Zwiebeln
Schlechte Nachbarn: Gurken, Kartoffeln, Radieschen, Rettiche, Rosmarin, Salbei, Thymian


Süßgras (Poaceae)
Aussaat: Mitte April/Anfang Mai bis Mitte Juni
Keimtemperatur: ab ca. 12°C Bodentemperatur, optimal 25°C, Keimdauer: 6 – 10 Tage
Reihenabstand: ca. 60cm
Abstand in der Reihe: ca. 25 cm
Saattiefe: 3 – 5 cm
Nährstoffbedarf: Starkzehrer
Ernte: Mitte August bis ca. Ende September. Vorsicht: kurzes Erntefenster.
Stütze / Rankhilfe: Mais kann als Rankhilfe für Stangenbohnen dienen.
Pflegetipps: Da Mais sich nur langsam entwickelt, im Jugendstadium regelmäßig Unkraut jäten, später Mulchen.
Schädlinge und Krankheiten: Um Pilzkrankheiten zu vermeiden, für ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen sorgen und befallene Pflanzen im Restmüll entsorgen.
Gut zu wissen: Mais kann zum Verfrühen der Ernte vorgezogen werden (Dauer ca. 2-3 Wochen), Auspflanzen erst nach den Eisheiligen. Bei Direktsaat in Furchen bzw. Mulden säen, dann durch hacken anhäufeln, um die Standfestigkeit zu erhöhen.
Gute Nachbarn: Mais, Fisolen/Bohnen und Kürbis sind klassische Mischkulturpartner (“Drei Schwestern”), ansonsten Dill, Gurken, Kartoffeln, Salat, Sprossenkohl, Sonnenblumen, Spinat, Thymian, Zucchini
Schlechte Nachbarn: Rote Rüben, Sellerie


Die Hannover-Mischung von Bingenheimer Saatgut ist eine nützlingsfördernde Blühmischung die aus Buchweizen, Dille, Öllein, Ringelblumen, Phazelie, Persischer Klee, Kornblume, Koriander, und Steinkraut besteht. Sie zieht blütenbestäubende Insekten und Nützlinge wie Marienkäfer, Schlupfwespen und Schwebfliegen an. Sie ist vor allem für den Aufbau von Nützlingspopulationen zur Bekämpfung von Kohlschädlingen entwickelt worden. Dies wollen wir auf unseren beiden Feldern am Roten Berg ausprobieren.
Direktsaat: Anfang – Mitte Mai, Blüte: von Ende Juni bis November

BASILIKUM passt gut zu Gurken, Tomaten, Fenchel, Zucchini, Brennesseln.
BOHNENKRAUT passt gut zu Fisolen (Bohnen), Rote Rüben, Salat, Mangold.
DILL passt gut zu Bohnen, Gurken, Karotten, Kohlarten, Roten Rüben, Salat, Zwiebeln.
KAPUZINERKRESSE passt gut zu Fisolen (Bohnen), Kohlarten, Tomaten.
KERBEL passt gut zu Salat und Gurken. Nicht so gut zu Radieschen, denn diese werden scharf.
MAJORAN franz. Art passt gut zu Gurken, Zwiebeln, Zucchini, Brennesseln.
PETERSILIE passt gut zu Karotten, Lauch, Tomaten, Zwiebeln, Schnittlauch, Erdbeeren.
RINGELBLUME passt gut zu Tomaten, Erbsen, Bohnen, Gurken, Kohlarten, Speisekürbissen.
SCHNITTLAUCH passt gut zu Karotten, Tomaten, Petersilie. Nicht so gut zu Fisolen.
SCHNITTSELLERIE passt gut zu Kohlarten und Rettich. Nicht so gut zu Sellerie.
TAGETES (STUDENTENBLUME) passt gut zu Fisolen, Erdbeeren, Karotten und Kohlarten.

Diese einjährigen Kräuter lassen sich am Feld toll zwischen die Gemüsekulturen setzen
Diese Sorten säen dieses Jahr auf Ihrer Parzelle aus
Gänsefußgewächs (Chenopodiaceae)
Aussaat: Je nach Sorte unterscheidet man, ob er für Frühjahrs-, Sommer-, Herbst- oder Winteranbau geeignet ist. Das beeinflusst auch den Aussaattermin:
Frühjahrsernte: Ende Februar bis Mitte April
Sommerernte: April
Herbsternte: Ende August bis Mitte Sept.
Winter- u. Frühjahrsernte mit Überwinterung: Ende August bis Mitte Sept. in Lagen mit milden Wintern auch später, Ernte ab November bis Anfang April, Überwinterung am besten im 2 – 4 Blatt Stadium
Keimtemperatur: 10–20 °C, Temperaturen über 20 °C wirken keimhemmend,
Keimdauer: ca. 7 – 14 Tage
Reihenabstand: ca. 20 – 30cm oder breitwürfige Aussaat
Abstand in der Reihe: ca. 2 – 5 cm oder breitwürfig (Dunkelkeimer)
Saattiefe: ca. 2 – 3cm (auf schweren Böden eher flacher säen)
Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
Ernte: erste Blätter können ca. 6 – 8 Wochen nach Aussaat geerntet werden, später erntet man die ganze Pflanze aber belässt die Wurzeln im Boden.
Pflegetipps: Spinat ist empfindlich auf Bodenverdichtungen. Daher vor der Aussaat den Boden gut lockern. Möglichst früh Hacken, um Unkrautdruck zu minimieren und verschlämmen des Bodens nach dem Regen entgegenzuwirken.
Spinat benötigt eine gleichmäßige Bodenfeuchte bis in tiefe Bodenschichten. Auf schweren Böden, die sich nur langsam erwärmen, kann es im Frühjahr zu Waschstumsstockungen kommen. Brennesseljauchen und Vliesabdeckungen können hier Abhilfe schaffen.
Schädlinge und Krankheiten: Bei feuchter Witterung und in Gewächshäusern tritt häufig Falscher Mehltau auf. Befallene Pflanzen entsorgen! Vorbeugend auf ausreichend Pflanzabstände achten – eventuell auslichten.
Gut zu wissen: Spinat fördert das Wachstum anderer Pflanzen und ist daher vor allem in der Mischkultur ein wichtiger Partner. Bei der (letzten) Ernte sollten die Pflanzen knapp oberhalb des Erdbodens abgeschnitten werden, damit die Wurzeln im Boden bleiben. Diese geben Saponine ab, die das Wachstum benachbarter und folgender Kulturen fördern.
Spinat kann auch als Gründüngungspflanze verwendet werden. Durch seine tiefen Pfahlwurzeln lockert er den Boden und holt Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten herauf.
Bei Gertrud Franck ist er ‘Die Pflanze’ für alle Wege zwischen den Kulturen und wird nicht nur geerntet, sondern dient auch als Lebendmulch und Bodenbedeckung. Die Wege bleiben so bedeckt (gemulcht), nachdem der Spinat geerntet wurde.
Gute Nachbarn: Dill, Erdbeeren, Grünkohl, Gurken, Erdäpfel, Kohlrabi, Koriander, Mairüben, Karotten, Pastinaken, Puffbohnen, Radieschen, Kohlsprossen, Rhabarber, Sellerie, Tomaten, Zuckermais, Hülsenfrüchte grundsätzlich auch jedoch haben sie mit Spinat gemeinsame Krankheitsanfälligkeiten.
Schlechte Nachbarn: alle Gänsefußgewächse wie Rote Rüben, Mangold, Spinat, Gartenmelde, aber auch Feldsalat und Zwiebel.

Kreuzblütler (Crucifereae)
Aussaat: je nach Lage Februar/März bis August (unter Glas ab Jänner – Treibsorten) Aussaattermin je nach Sorte unterschiedlich
Keimtemperatur: ab 6 °C, optimal 15 – 20 °C – Radieschen wachsen bei 5-10 °C und vertragen kurze Fröste
Keimdauer: wenige Tage
Reihenabstand: 10 – 25 cm
Abstand in der Reihe: 2 – 6 cm
Saattiefe: ca. 1 cm
Nährstoffbedarf: Schwachzehrer
Ernte: nach ca. 4 Wochen
Pflegetipps: Wichtig ist eine gleichmäßige Wasserversorgung, sonst werden sie pelzig oder scharf und gehen schnell in Blüte. Regelmäßiges Hacken gegen Schädlinge und Unkraut, dies beugt überdies Verdunstung vor. Bei Trockenheit Mulchen.
Schädlinge und Krankheiten: Erdflöhe, Kohlfliege
Gut zu wissen: Samenfeste Sorten reifen nicht gleichmäßig, daher kann man sie nach und nach ernten. Sollte zu zu dicht gesät worden sein, können einzelne Pflänzchen auch verpflanzt werden – dann sollten Wurzeln und Blätter jedoch auf die Hälfte eingekürzt werden.
Radieschen sind auf Grund ihrer kurzen Kulturdauer gute Vor-, Zwischen- und Nachkulturen. Außerdem sind sie ein guter Mischkulturpartner von Salaten, da diese ebenfalls Schwachzehrer sind und laufend angebaut werden können.
Gute Nachbarn: Feldsalat (Vogerlsalat), Erdbeeren, Gartenbohnen, Gartenmelde, Kohlrabi, Mangold, Karotten, Pastinaken, Porree, Salate, Schwarzwurzel, Spinat, Tomaten.
Schlechte Nachbarn: andere Kreuzblütler wie Kohlgewächse, Rettiche, Chinakohl, Senf, etc., Gurken, Zucchini, Zwiebel.

Doldenblütler (Umbelliferae)
Aussaat: je nach Sorte Anfang März bis Mitte Juni
Keimtemperatur: ab 5 °C, optimal 18 °C, Keimdauer: 2 – 3 Wochen
Reihenabstand: 30 – 50 cm (je nach Sorte)
Abstand in der Reihe: 2 – 4 cm
Saattiefe: 1 – 2 cm
Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
Ernte: Nantais-Sorten: Kulturdauer ca. 100 – 120 Tage. Je nach Sorte und Aussaatzeitpunkt Mai bis Oktober, bei der Wilde Hummel ca. ab Juli oder August bis in den Herbst hinein, es können auch zum Auslichten nach und nach Karotten herausgenommen werden, dann haben die in der Erde verbliebenen mehr Platz.
Pflegetipps: Wichtig ist ein ausreichender Standraum – daher sollten zu dicht gesäte Karotten ausgelichtet werden.
Schädlinge und Krankheiten: Möhrenfliege – Vorbeugung ist der richtige Aussaattermin (März/April oder Juni/Juli), Untersaat von Erdklee (Trifolium subterraneum), Fruchtfolge, Kulturschutznetze, Hacken.
Gut zu wissen: Radieschensamen können mit Karotten ausgesät werden. Da die Radieschen schneller keimen, können sie die Reihen der Karotten markieren. Die Radieschen werden dann nach wenigen Wochen herausgeerntet und machen Platz für die Karotten.
Gute Nachbarn: Endivien, Erbsen, Dill, Knoblauch, Kohl, Kresse, Porree (Lauch), Radieschen, Rettich, Salat, Schnittlauch, Tagetes, Tomaten, Zwiebel.
Schlechte Nachbarn: Petersilien, Pfefferminze, andere Karotten, Anis, Rote Rüben.

Doldenblütler (Apiaceae)
Aussaat: ab April bis Juli
Keimtemperatur: 15-20°C Keimdauer: ca. 2 Wochen oder mehr
Reihenabstand: 30 cm
Abstand in der Reihe: 10 cm, wenn nötig ausdünnen und zu anderen Gemüsepflanzen dazu setzen (siehe Mischkultur).
Saattiefe: ca. 1 cm
Ernte: Kann – sobald sich die Pflänzchen gut entwickelt haben – laufend beerntet werden.
Gut zu wissen: Dill ist ein wichtiges Gewürz- und Heilkraut – auch die Blüten sind essbar, aus den Samen lässt sich Tee bereiten. Dille lässt sich auch gut einfrieren.
Dill keimt sehr langsam. Er wächst besser bei kühlem Wetter. Bei hohen Temperaturen geht er rasch in Blüte und weiters in Samen. Wer Dille im Sommer aussamen lässt, kann im Herbst sehr zarte Dillpflänzchen ernten.
Dille kann als Auflaufhilfe für andere Gemüse mit diesen mit gesät werden- z.B.: Karotten, Gurken, Kohlarten, Rote Rüben (siehe Mischkultur von Gertrud Franck und Christa Weinrich).
Gute Nachbarn: Brokkoli, Erbsen, Fisolen/Bohnen, Gurken, Karotten, Kartoffeln, Kohlarten, Rote Rüben, Porree, Rettich, Salat, Spargel, Spinat, Tomaten, Zuckermais, Zwiebel
Schlechte Nachbarn: Fenchel, Kerbel, Petersilie, Wermut, Salbei

Lauchgewächs (Alliaceae)
Man unterscheidet zwei Sortentypen:
europäische Winterheckenzwiebel: wird mehrjährig kultiviert und wie Schnittlauch beerntet und treibt nach dem Schnitt wieder aus und kann laufend beerntet werden.
Asiatischer Lauchzwiebel: wird einjährig kultiviert, sie werden als ganze Pflanze geerntet. Sorte 2026: Ishikura Long White gehört zu dieser Gruppe.
Aussaat: Anfang März bis Anfang Juli (Lauchzwiebel)
Keimtemperatur: optimal 15 – 20°C
Reihenabstand: Direktsaat 25 –30, Pflanzung 30 cm
Abstand in der Reihe: Direktsaat: 2 cm, Pflanzung: 15–20 cm
Saattiefe: ca. 2 cm
Nährstoffbedarf: Schwach- bis Mittelzehrer
Ernte: ab ca. Juli für 3 – 4 Wochen.
Pflegetipps: Im Jugendstadium sind Lauchzwiebel wenig konkurrenzstark, daher ist rasches und regelmäßiges Unkraut hacken wichtig.
Lauchzwiebeln brauchen eine regelmäßige Wasserversorgung.
Schädlinge und Krankheiten: Winterheckenzwiebeln sind sehr robust und es gibt bis auf den Befall der Zwiebelfliege kaum Krankheiten und Schädlinge.
Gut zu wissen: In Asien, vor allem in China und Japan, werden die Lauchzwiebeln zunächst im jungen Stadium wie Schnittlauch beerntet, später auch die ganzen Pflanzen mit ihren weißen Schäften.
Gute Nachbarn: Dill, Erdbeeren, Gurken, Knoblauch, Karotten, Salat, Sellerie, Pastinaken, Zucchini, Paradeiser, Vogerlsalat (Feldsalat).
Schlechte Nachbarn: Bohnen, Erbsen, Kohl, Porree, Radieschen, Rettich, Spinat, Kartoffeln, Melanzani.

Kreuzblütler (Crucifereae)
Aussaat: ab März bis September
Keimtemperatur: 15-20 °C,
Reihenabstand: 20 cm
Abstand in der Reihe: 1 – 2 cm
Saattiefe: ca. 1 cm
Nährstoffbedarf: Schwachzehrer (aufgrund seiner kurzen Kulturdauer)
Ernte: ca. 6 Wochen nach Aussaat.
Pflegetipps: Früh Unkraut hacken, da die Pflänzchen sensibel auf Verschlämmung reagieren. Damit sie nicht zu scharf werden und nicht rasch in Blüte gehen, ist eine gute Wasserversorgung wichtig.
Schädlinge und Krankheiten: Erdflöhe sind im Sommer und Herbst häufig ein großes Problem. Daher nicht in die Nähe zu anderen Kreuzblütlern setzen.
Gut zu wissen: Salatrauke lässt sich wunderbar zu Pesto verarbeiten oder kann frisch in Salaten verwendet werden.
Gute Nachbarn: Kopfsalate, Sellerie, Zuckermais, Erdbeeren.
Schlechte Nachbarn: alle Kreuzblütler wie Brokkoli, Grünkohl, Kopfkohl, Radieschen, Rettiche, Sprossenkohl, Senf.

Diese Sorten geben wir dieses Jahr als Jungpflanzen aus
Kreuzblütler (Cruciferae/Brassicaceae)
Aussaat: Direktsaat im Freiland ab April bis Mitte Juli möglich, aber nicht üblich, hauptsächlich mit Vorkultur: Aussaat bis Pflanzung ca. 4 – 7 Wochen.
Keimtemperatur: 16 – 20 °C, nicht unter 12 °C
Reihenabstand: 30 – 40 cm, (Riesenkohlrabi wie ‘Superschmelz’ 60 cm)
Abstand in der Reihe: 30 cm, (Riesenkohlrabi wie ‘Superschmelz’ 60 cm)
Saattiefe: 1 – 2 cm
Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
Ernte: 8 – 12 Wochen ab der Pflanzung. Je nach Sorte und Pflanztermin – Ernte von Ende April bis Ende Oktober. Bei Direktsaat ca. 12 – 20 Wochen.
Pflegetipps: Kohlrabi benötigen eine gleichmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung. Als schnell wachsende Kultur benötigen sie außerdem rasch verfügbare Nährstoffe. Daher sollten sie nach ca. 6 Wochen mit einer Pflanzenjauche (z.B.: Brennesseljauche) gedüngt werden. Durch regelmäßiges Hacken oder Mulchen von Beikräutern freihalten.
Zieht man Jungpflanzen selbst, sollten diese nach der Keimung kühler gestellt werden, jedoch nicht unter 12°C, da sich sonst keine Knollen bilden. Ein zu tiefes Pflanzen des Setzlings führt außerdem zu Waschstumsstockungen.
Schädlinge und Krankheiten: Diverse Pilzerkrankungen wie: “Umfallkrankheit”, Kohlschwärze sowie Kohlhernie. Kohlhernie regt das Wurzelsystem zu Wucherungen an. Auf unseren Selbsterntefeldern haben wir zumeist eine PH-Wert von knapp über 7, was eine Infektion verhindert.
Viele tierische Schädlinge suchen Kohlgewächse heim: Kohlfliege, Erdflöhe, Kleiner Kohlweißling, Großer Kohlweißling, Kohldreherherzmücke, Kohlmotte, Kohleule. Viele dieser Fraßschädlinge können Krankheiten übertragen. Maßnahmen sind hier vor allem Kulturschutznetze, Pflanzzeitpunkt, Nützlinge wie Schlupfwespen, aber auch für ein rasches Wachstum sorgen, die Beete regelmäßig und gut lockern (hacken) und die Pflanzen feucht halten.
Gut zu wissen: Beim Auspflanzen der Kohlrabi-Pflänzchen nicht zu tief setzen, damit sich die Knolle oberhalb der Erde bilden kann. Kohlrabi können fast die gesamte Saison ausgesät bzw. gepflanzt werden. Je nach Sorte unterscheidet man frühe, mittlere und späte Kohlrabi. In der Mischkultur kann Kohlrabi mit vielen Kulturen gemischt werden. Vor allem zwischen langsamer wachsenden Kulturen kann mit Kohlrabi der Platz gut ausgenutzt werden. Nach der Kohlrabiernte können die langsamer wachsenden Kulturen dann den Platz für sich nutzen.
Gute Nachbarn: Salat, Puffbohnen, Gurke, Lauch, Rote Rübe, Sellerie, Dille, Erbsen, Gartenmelde, Kartoffeln, Zwiebeln
Schlechte Nachbarn: Brokkoli, Chinakohl, Erdbeeren, Fenchel, Grünkohl, Pak Choi, Sprossenkohl, Winterrettich, Feldsalat, Senf.

Kreuzblütler (Cruciferae)
Je nach Sorte wird zwischen Sommer-, Herbst- und Winterwirsing unterschieden. Die Sorte Smaragd ist eine Herbstsorte. Sie wird im Frühjahr ausgepflanzt und im Herbst geerntet.
Aussaat: für Vorkultur Februar bis Ende Mai, Direktsaat ab April
Pflanzung: Sortenspezifisch: für Herbsternte Mitte Mai bis Ende Juni
Keimtemperatur zur Anzucht: 15 – 20 °C
Reihenabstand: Herbst- und Winterkohl ca. 60, Frühkohl ca. 50 cm
Abstand in der Reihe: Herbst- und Winterkohl ca. 50 cm, Frühkohl ca. 40 cm
Saattiefe: 1 cm
Nährstoffbedarf: Starkzehrer
Ernte: nach 8 – 20 Wochen nach dem Auspflanzen.
Pflegetipps: Wirsing, wie alle Kopfkohle, ist ein absoluter Starkzehrer und benötigt eine große Menge an Nährstoffen welche in den Blättern eingelagert werden. Kohlpflanzen benötigen einen gut belüften Boden, daher das Beet vor dem Pflanzen gut und tief lockern und regelmäßig hacken. Vor dem Pflanzen den Boden gut mit Kompost versorgen und bevor die Kopfbildung einsetzt, mit einer Pflanzenjauche düngen. Kopfkohle benötigen außerdem eine ausreichende und regelmäßige Wasserversorgung. Vor allem nach dem Einsetzen der Kopfbildung haben die Pflanzen den meisten Wasserbedarf. Am besten den Boden gut mulchen – so bleibt der Boden darunter locker (hier hilft uns das Bodenleben) und feucht.
Schädlinge und Krankheiten: Diverse Pilzerkrankungen wie: “Umfallkrankheit”, Kohlschwärze sowie Kohlhernie. Kohlhernie regt das Wurzelsystem zu Wucherungen an. Auf unseren Selbsterntefeldern haben wir zumeist eine PH-Wert von knapp über 7, was eine Infektion verhindert.
Viele tierische Schädlinge suchen Kohlgewächse heim: Kohlfliege, Erdflöhe, Kleiner Kohlweißling, Großer Kohlweißling, Kohldreherherzmücke, Kohlmotte, Kohleule. Viele dieser Fraßschädlinge können Krankheiten übertragen. Maßnahmen sind hier vor allem Kulturschutznetze, Pflanzzeitpunkt, Nützlinge wie Schlupfwespen, aber auch für ein rasches Wachstum sorgen, die Beete regelmäßig und gut lockern (hacken) und die Pflanzen feucht halten.
Gut zu wissen: In der Mischkultur ist es schwierig, mit Kulturschutznetzen zu arbeiten. Paradeiserpflanzen halten Schädlinge von Kohlpflanzen ab und können, nicht zuletzt wegen ihres ähnlich hohen Nährstoffbedarfs, gut zusammen gepflanzt werden.
Es kann aus den Blättern der Paradeiser (die ja beim Ausgeizen anfallen) auch ein Kaltauszug gemacht werden und unverdünnt auf Kohlpflanzen gespritzt werden. Dazu etwa 2 Handvoll Paradeiserblätter zerkleinern und in 2 Liter abgestandenes Wasser geben und 2 – 3 Stunden ziehen lassen. Danach unverdünnt spritzen. Die Wirkung funktioniert durch Geruchsüberdeckung. Vor allem gegen den Kohlweißling sollte ab Mitte Juli bis Ende August gespritzt werden. (mehr dazu siehe ‘Gärtnern ohne Gift’ von Arthur Schnitzer)
Auch Knollensellerie zwischen die Kohlpflanzen gepflanzt, kann helfen Kohlschädlinge abzuwehren.
Anhäufeln? – siehe Heistinger – bitte für Homepage löschen
Gute Nachbarn: Hülsenfrüchte, Schnittsellerie, Dill, Endivien, Feldsalat, Fenchel, Gurken, Majoran, Mangold, Karotten, Oregano, Lauch (Porree), Salate, Schnittlauch, Sellerie.
Schlechte Nachbarn: andere Kohlarten, Knoblauch, Zwiebeln, Erdbeeren.

Doldenblütler (Umbelliferae)
Aussaat: Voranzucht ab März, Direktsaat ins Freiland ab ca. April.
Keimtemperatur: optimal Keimtemp. 20 °C, Direktsaat ins Freiland ist möglich aber eine Voranzucht wird empfohlen.
Pflanzung: Mitte April bis Mitte Mai
Reihenabstand: 30 cm
Abstand in der Reihe: 20 – 30 cm
Saattiefe: ca. 0,5 cm
Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
Ernte: laufend ab ca. Juni.
Gut zu wissen: Schnittsellerie wird auch als Blattsellerie bezeichnet und ist eine Sellerieart, die keine Knollen bildet. Seine aromatischen Blätter können frisch oder getrocknet als Speisegewürz, ähnlich wie Petersilie, verwendet werden.Auch einfrieren klappt sehr gut.
In milden, frostgeschützten Lagen kann Schnittsellerie auch im Freiland überwintern. Die Pflanze blüht im 2. Jahr, samt sich aus und stirbt dann ab.
Gute Nachbarn: Brokkoli, Bohnen, Grünkohl, Gurken, Kohlrabi, Paprika, Lauch, Ringelblumen, Spinat, Tomaten, Zwiebeln.
Schlechte Nachbarn: Petersilie, Kartoffeln, Mais, Liebstöckel, Endivien.


Tipp für die Aussaht
Ein Teil des Saatguts wird von uns ausgesät. Auf dem Foto können Sie die Spur unserer Aussaat erkennen. Die Aussaat-Reihen haben wir an mehreren Stellen markiert.
Bis die Gemüsepflänzchen sichtbar und von den Beikräutern gut unterscheidbar sind, raten wir, in diesen ausgesäten Reihen den Boden nicht zu bearbeiten und auch kein Beikraut zu zupfen. Ansonsten könnte es passieren, dass Sie unabsichtlich Ihr Gemüse mitjäten…
Wir bringen nicht alle der folgenden Sorten diese Saison aufs Feld,
aber falls Sie es vorhaben, sind die Tipps vielleich hilfreich
Es gibt Blumen, deren Samen Sie nicht extra kaufen müssen:
Cosmeen, Ringelblumen, Borretsch und Sonnenblumen gehen nämlich von selbst auf unseren Feldern auf! Lassen Sie einen kleinen Teil für die Schönheit und die Insekten wachsen, den Rest sollten Sie jäten, damit Sie am Ende nicht mehr Blumen als Gemüse haben.




Keimtemperatur 15-20°C, Keimdauer 6-10 Tage, frosthart bis -3°C
Brokkoli kann ab April direkt ins Freiland gesät oder
als Jungpflanze von Mitte April bis Mitte Juli gesetzt werden,
Pflanzabstand 40×40 cm
nach dem Pflanzen ausreichend bewässern, später ist der Wasserbedarf nicht mehr so hoch
bei sehr trockenem Wetter können Brokkoli und auch alle anderen Kreuzblütler (Radieschen, Kohl, Karfiol, Kraut, Kohlrabi etc.) von Erdflöhen und kleinen Weißen Fliegen befallen werden, deshalb unbedingt mulchen und für lockeren Boden sorgen, die Blattunterseiten hin und wieder mit kaltem Wasser abspritzen, weiters hilft auch Steinmehl im Morgentau oder nach dem Abspritzen auf die Blattunterseiten zu streuen; wenn der Befall nicht überhandnimmt, machen die Viecherl dem Gemüse nichts aus
geeignete Nachbarn: Dille, Eberraute, Salate, Kamille, Erdäpfel, Kümmel, Oregano, Rosmarin, Schnittlauch, Zeller, Thymian, Ysop
ungeeignete Nachbarn: Brokkoli, Kohlgewächse, Erdbeeren, Bohnen, Karotten, Pak Choi, Radieschen, Senf, Spinat, Paradeiser

Keimtemperatur 8-22°C, Keimdauer 14-21 Tage, nicht frosthart
das Saatgut idealerweise einige Stunden oder über Nacht in lauwarmem Wasser einweichen, dann keimen sie leichter
Saattiefe 2 – 3 cm,
Reihenabstand 40 cm
Aussaat Mai (auch Ende April möglich, wenn die Temperaturen passen) bis Anfang Juli in: Reihen: 1 Bohne im Abstand von 8-10 cm
Horsten: 4-6 Bohnen zusammen im Abstand von 30 cm
um einen möglichen Schaden durch die Bohnenfliege und deren Maden zu minimieren, unbedingt erst bei warmen Wetter aussäen. Einerseits verlangsamen kühle Bodentemperaturen den Keimungsprozess, andererseits tut die Kühle und Feuchte den Maden gut. Deshalb kann bei solcher Witterung der Schaden an der Pflanze so groß sein, dass sie den Befall nicht überlebt.
brauchen keine Stützhilfe
sind Trockenbohnen und werden im ausgereiften Zustand (Ende September bis Anfang Oktober) geerntet, wenn die Blätter vergilben und abfallen
geeignete Nachbarn: Dille, Melanzani, Bohnenkraut, Salat, Gurke, Erdäpfel, Mangold, Mairüben, Radieschen, Rettich, Spinat, Kohlgewächse, Zeller
ungeeignete Nachbarn: Brokkoli, Fenchel, Knoblauch, Karotten, Lauch, Sonnenblumen, Zwiebeln
Übrigens
Bohnen sind Leguminosen und sammeln Stickstoff aus der Luft und reichern diesen mit Hilfe der Knöllchenbakterien im Boden an.

Aussaat Ende April bis Ende Mai
Pflanztiefe ca.10 cm, ca. 30 cm Abstand in der Reihe, Reihenabstand 70 cm / alternativ können Erdäpfel auch auf die Erdoberfläche gelegt und angehäufelt werden
vorgekeimte Erdäpfel sind früher erntereif.
4-6 Wochen vor dem Pflanztermin können die Erdäpfel vorgekeimt werden: einzeln in zB Eierkarton legen und bei 20°C an einer hellen Stelle feucht halten (täglich mit Wasser besprühen). Sobald die Erdäpfel keimen, an einen kühleren (ca. 15°C), aber hellen Ort stellen.
4 bis 6 helle Keime mit grüner od. rötlicher Spitze mit einer Länge von 1-2 cm sind optimal.
ab 10°C kann gepflanzt werden. Achtung, die Keime sollen nicht beschädigt werden oder abbrechen!
größere Erdäpfel können direkt vor dem Pflanzen geteilt werden, wobei diese dann der Länge nach hingelegt werden sollten, damit auf beiden Teilen genug Keime entstehen können.
Sobald die ersten Blätter über der Erdoberfläche sind, Erde anhäufeln; über den Sommer mehrmals anhäufeln: Damm bzw. Hügel ->je größer der Damm, desto mehr Knollen
nach Erdäpfellarven (Unterseite d. Blätter) und Erdäpfelkäfern konsequent und die ganze Saison durch absuchen, sobald die ersten Blätter zu sehen sind!
Erdäpfel sind Starkzehrer und dürfen mit Jauchen gedüngt werden; jede andere Art der Düngung als die auf dieser Webseite oder in unserer BioRegel genannte ist auf unseren Feldern nicht erlaubt!
Ernte: ab August, Vorsicht mit der Grabgabel
kurzzeitige Lagerung in der Wohnung: beschädigte Erdäpfel verzehren, nur unbeschädigte Erdäpfel lagern; die Erde nur händisch abputzen, nicht waschen, trocknen lassen (trockene Erde ist ein natürlicher Schutz vor Fäulnis), mit Papier oder Juttestoff abdecken, trocken und dunkel lagern z.B. in unbeheizter Vorrats- bzw. Abstellkammer, im kühlen, dunklen und luftigen Keller oder im Freien (Loggia) – nicht kälter als 4°C – in einer abgedeckten mit Stroh isolierten Holzkiste
geeignete Nachbarn: Baldrian, Bohnenkraut, Dille, Erdbeeren, Estragon, Bohnen/Fisolen, Kapuzinerkresse, Lavendel, Petersilie, Puffbohnen, Ringelblumen, Spinat, Zuckermais
ungeeignete Nachbarn: Kohlgewächse, Gurken, Knoblauch, Kürbis, Pak Choi, Rote Rübe, Sommerportulak, Paradeiser, Zucchini, Zwiebeln / wg. Befalls mit Erdäpfelkäfern: andere Nachtschattengewächse (Melanzani, Tomate, Paprika) nicht als direkte Nachbarn pflanzen



Keimtemperatur 20°C, Keimdauer 14-21 Tage, nicht frosthart
die Erdkirsche ist die kleine Schwester der Andenbeere, die Vegetationsphase der Erdkirsche ist jedoch viel kürzer als die der Andenbeere
Auspflanzung sofort nach den Eisheiligen, eine Stütze ist von Vorteil aber nicht unbedingt nötig
Pflanzabstand 40×40 cm
Ernten, sobald die Hülle der Früchte (ähnelt einem Lampion) pergamentartig und trocken ist
Achtung: die Giftbeere – auch bekannt als Blaue Lampionblume – ähnelt der Physalis! Alle Pflanzenteile der Giftbeere sind giftig!
Die Giftbeere (Höhe bis zu 1,5 m) blüht jedoch blau, im Gegensatz zur Physalis, welche gelbe Blüten (mit oder ohne schwarze Punkte) hat. Sollten Sie eine Giftbeere auf Ihrer Parzelle entdecken, entsorgen Sie diese bitte außerhalb des Geländes unserer SelbsternteFelder!
geeignete Nachbarn: Erdbeeren, Bohnen, Salat, Spinat, Zucchini, Kürbis, Gurke, Ringelblumen
ungeeignete Nachbarn: andere Nachtschattengewächse, wie Paprika, Paradeiser, Erdäpfel, Melanzani


Keimtemperatur 15-20°C, Keimdauer 5-8 Tage, frosthart bis -3°C
Karfiol kann direkt ins Freiland gesät oder als Jungpflanze gesetzt werden
Direktsaat ab Mitte April bis Ende Juni, Auspflanzung von Mitte April bis Juli möglich, Pflanzabstand 50×50 cm vereinzeln
Sobald die Blume erscheint, sollte man die Blätter in ihre Richtung einknicken, um sie vor Licht zu schützen – so bleibt sie hell
ernten, bevor er in die Blüte kommt, also solange der Kopf sehr kompakt ist
Bei sehr trockenem Wetter können Karfiol und auch alle anderen Kreuzblütler (Radieschen, Kohl, Kohlrabi, Kraut, Brokkoli etc.) von Erdflöhen und kleinen Weißen Fliegen befallen werden, deshalb unbedingt mulchen und für lockeren Boden sorgen, die Blattunterseiten hin und wieder mit kaltem Wasser abspritzen, weiters hilft auch Steinmehl im Morgentau oder nach dem Abspritzen auf die Blattunterseiten zu streuen; wenn der Befall nicht überhandnimmt, machen die Viecherl dem Gemüse nichts aus
Karfiol ist ein Starkzehrer und darf mit Jauchen gedüngt werden; jede andere Art der Düngung als die auf dieser Webseite oder in unserer BioRegel genannte ist auf unseren Feldern nicht erlaubt
geeignete Nachbarn: Dille, Eberraute, Bohen/Fisolen, Puffbohnen, Erdäpfel, Kümmel, Neuseeländer Spinat, Rosmarin, Salbei, Zeller, Thymian, Ysop
ungeeignete Nachbarn: Kohlgewächse, Rote Rübe, Senf, Spinat

Keimtemperatur 20-22°C, Keimdauer 10-14 Tage, frosthart bis -3°C
Knollenfenchel kann gesät (Lichtkeimer) oder als Jungpflanze gesetzt werden
Auspflanzung von März bis Mitte August möglich, Pflanzabstand 30×30 cm
er möchte nicht zu tief gesetzt werden und mag lockeren Boden
ernten, solange die Blattgründe noch eng anliegen, wenn die Knolle bei der Ernte hell sein soll, 2 Wochen vorher mit feinkrümeliger Erde anhäufeln
geeignete Nachbarn: Basilikum, Salate, Kohlgewächse (außer Kohlrabi), Gurken, Kürbis, Lauch, Spinat, Zucchini
ungeeignete Nachbarn: Bohnen, Koriander, Kümmel, Paradeiser, Barbarakresse, Estragon

Kohlgewächse mögen einander nicht, deshalb nicht nebeneinander pflanzen. Kohlgewächse am besten neben Salate, Zeller oder Lauch; Kohlrabi zwischen Paradeiser und Paprika pflanzen. Weitere passende Nachbarn und Tipps finden Sie unter der entsprechenden Kultur.

Keimtemperatur 18-22°C, Keimdauer 6-14 Tage, frosthart bis -4°C
Direktsaat ins Freiland ist möglich, aber nicht empfohlen
Auspflanzung April bis Juni möglich, Pflanzabstand 45×45 cm
so tief einpflanzen, dass der Blattansatz mit dem Boden abschließt, dies fördert die Wurzelbildung
Weißkraut verträgt ein paar Minusgrade, ist aber frostempfindlicher als Rotkraut und sollte davor geerntet werden
bei sehr trockenem Wetter können Kohlrabi und auch alle anderen Kreuzblütler (Radieschen, Kohl, Karfiol, Kraut, Brokkoli etc.) von Erdflöhen und kleinen Weißen Fliegen befallen werden, deshalb unbedingt mulchen und für lockeren Boden sorgen, die Blattunterseiten hin und wieder mit kaltem Wasser abspritzen, weiters hilft auch Steinmehl im Morgentau oder nach dem Abspritzen auf die Blattunterseiten zu streuen; wenn der Befall nicht überhandnimmt, machen die Viecherl dem Gemüse nichts aus
Kraut ist ein Starkzehrer und darf mit Jauchen gedüngt werden; jede andere Art der Düngung als die auf dieser Webseite oder in unserer BioRegel genannte ist auf unseren Feldern nicht erlaubt
geeignete Nachbarn: Dill, Eberraute, Salate, Erbsen, Fenchel, Gurke, Kamille, Kerbel, Kürbis, Lavendel, Majoran, Mangold, Karotten, Oregano, Lauch, Puffbohnen, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Zeller, Thymian, Ysop
ungeeignete Nachbarn: Kohlgewächse, Pak Choi, Senf, Zwiebeln

Keimtemperatur 18-24°C, Keimdauer 10-20 Tage, nicht frosthart
Lauch kann gesät oder als Jungpflanze gesetzt werden
er gehört zu den Langsamkeimern und braucht etwa 3 Wochen zum Keimen
Auspflanzung ist von März bis Mite August möglich
Pflanzabstand 20-25 cm, deshalb evtl. entsprechend vereinzeln;
Reihenabstand 20 cm
geeignete Nachbarn: Dille, Salate, Erdbeeren, Fenchel, Kohlgewächse, Gurken, Karotten, Radieschen, Schwarzwurzeln, Zeller, Spinat, Paradeiser
ungeeignete Nachbarn: Erbsen, Bohnen/Fisolen, Knoblauch, Majoran, Rote Rübe, Spargel

Keimtemperatur 14-20°C, Keimdauer 7-14 Tage, zweijährig und bei mildem Wintern frosthart
Aussaat April bis Mitte Juni, Saattiefe 3 cm
Schnittmangold (wie Spinat zu ernten): als Samenbündel: Abstand in der Reihe 15-20 cm oder einfach in der Reihe mit Abstand ca. 3,5 cm
Reihenabstand: 25 cm
Stielmangold (großes, gewelltes Blattwerk): Abstand in der Reihe 8-10 cm, Reihenabstand: 40 cm
keimt rasch und gibt eine ganze Saison immer wieder eine gute Ernte, wenn man nur die Blätter erntet
mag viel Wasser und einen lockeren Boden
geeignete Nachbarn: Bohnen/Fisolen, Kohlgewächse, Karotten, Radieschen, Salate, Basilikum
ungeeignete Nachbarn: Rote Rüben, Spinat


Keimtemperatur 10-20°C, Keimdauer 8-14 Tage, frosthart bis -3°C
Aussaat Mitte März bis Mitte Mai, je früher, desto besser (Markerbsen sind robuster gegen die Hitze; für Zuckererbsen sollte es nicht zu heiß sein)
das Saatgut kann über Nacht in lauwarmem Wasser eingeweicht werden, dann keimt es leichter
Erbsen freuen sich über eine kleine Rankhilfe in Form von kleinen Stäben mit einer Richtschnur dran
Saattiefe ca. 3 cm, Reihenabstand ca. 30cm, Abstand in der Reihe ca. 5-10 cm
geeignete Nachbarn: Melanzani, Fenchel, Kohlgewächse, Karotten, Rote Rüben, Salat, Zeller, Spinat, Zucchini, Zuckermais
ungeeignete Nachbarn: Knoblauch, Zwiebel, Lauch, Paradeiser, Paprika
Übrigens, Erbsen sind Leguminosen und sammeln Stickstoff aus der Luft und reichern diesen mit Hilfe der Knöllchenbakterien im Boden an.

Keimtemperatur 20-25°C, Keimdauer 7-14 Tage, nicht frosthart
Auspflanzung sofort nach den Eisheiligen, da sie eine lange Vegetationsphase haben
Pflanztiefe: Erde muss bis an die Keimblättter reichen
brauchen ca. 1m² Platz
ranken gerne, Sie können sie entlang einer Rankhilfe auch hochwachsen lassen
mögen sehr viel Wärme und brauchen viel Wasser, deshalb nicht unbedingt oft, aber ausgiebig gießen, nur beim Erdreich, nicht die Blätter gießen
Entspitzen zur Steigerung des Ertrages: den Haupttrieb einer Melonenpflanze nach dem fünften Blatt abschneiden, dadurch bildet die Pflanze vermehrt Seitentriebe und die Pflanze wird zu kompakterem Wachstum und früher Fruchtbildung angeregt
sobald sich an den Seitentrieben befruchtete Melonen befinden, 2-3 Blätter darüber stehen lassen und ebenfalls entspitzen, damit bleibt mehr Energie für das Wachstum der Melone übrig (Triebe ohne befruchtete Melonen komplett entfernen)
eine Melonenpflanze hat Energie für 5-6 Früchte, mehr befruchtete Melonen sollten nicht an der Pflanze gelassen werden, deshalb die 5-6 schönsten Melonen lassen und die anderen Triebe abschneiden
in der Wachstumsphase mögen Sie Brennesseljauche als Dünger, während der Reifungsphase ist dies nicht mehr empfohlen
Mulch oder Steine unter die Melonenfrüchte legen
Ernte zw. Mitte Juli und Mitte August es muss ein kräftiger gelber Fleck an der Liegefläche der Melone zu sehen sein
wenn das erste Blatt vor der Frucht verwelkt und die Blattranke daneben vertrocknet ist
Klopftest: Klang soll voll, satt klingen und an der anderen Hand vibrieren
Verkorken bzw. leichte Risse am Stielansatz zu erkennen
zarter Melonenduft
am Fruchtansatz abschneiden
sollten die Pflanzen im Sommer von Mehltau befallen werden, Blätter abschneiden und entsorgen, damit sich die Pilzkrankheit nicht mehr verbreiten kann
Melonen sind Starkzehrer und dürfen mit Jauchen gedüngt werden; jede andere Art der Düngung als die auf dieser Webseite oder in unserer BioRegel genannte ist auf unseren Feldern nicht erlaubt
geeignete Nachbarn: Bohnen, Erbsen, Fenchel, Kohlgewächse, Karotten, Rote Rübe, Mangold, Mais, Radieschen, Rettich, Ringelblume
ungeeignete Nachbarn: Erdäpfel, Tomaten

Keimtemperatur 16-25°C, Keimdauer 10-14 Tage, nicht frosthart
Auspflanzung nach den Eisheiligen (Mitte Mai), Pflanzabstand 50 cm; es empfiehlt sich, den Paprika ca. 2 cm tiefer zu setzen, als er im Topf stand
braucht viel Wasser und Sonne sowie einen lockeren Boden, wir empfehlen auch einen kleinen Stützstab
bei großer Hitze sollte der Boden unbedingt gemulcht werden
Königsblüte abbrechen: es ist die erste Blüte, die sich zwischen dem Haupt- und dem ersten Seitentrieb entwickelt; das Triebwachstum wird angeregt und die Pflanze entwickelt dadurch mehr Früchte
Paprika ist ein Starkzehrer und darf mit Jauchen gedüngt werden; jede andere Art der Düngung als die auf dieser Webseite oder in unserer BioRegel genannte ist auf unseren Feldern nicht erlaubt
geeignete Nachbarn: Basilikum, Gurke, Kapuzinerkresse, Knoblauch, Kohlrabi, Ringelblume, Zeller
ungeeignete Nachbarn: Erdäpfel, Kohlgewächse, Ysop

Keimtemperatur 20-25°C, Keimdauer 10-14 Tage, nicht frosthart
Auspflanzung nach den Eisheiligen (Mitte Mai)
Pflanzabstand mindestens 50cm, besser mehr, damit die Blätter nach dem Regen gut abtrocknen können
sollten 5-10 cm tiefer gesetzt werden, als sie im Topf standen, brauchen einen starken Stützstab gleich mit der Pflanze in das Pflanzloch setzen, die Pflanzen müssen laufend hochgebunden werden
den Wurzelbereich, nie die Pflanze und ihre Blätter gießen
untere Blätter, die den Boden berühren, entfernen
beim Ausgeizen (Entfernen von Seitentrieben in den Blattachseln)
darauf achten, dass noch die jungen Blätter entfernt werden, entfernte Blätter zur Wurzel legen, die Pflanze mag sich selbst als Dünger
warm-feuchte Witterung begünstigt Kraut- und Fruchtfäule, befallene Blätter und Früchte sollten sofort von der Anlage entfernt und entsorgt werden, um diese Krankheit im Zaum zu halten
Paradeiser sind Starkzehrer und dürfen mit Jauchen gedüngt werden; jede andere Art der Düngung als die auf dieser Webseite oder in unserer BioRegel genannte ist auf unseren Feldern nicht erlaubt
geeignete Nachbarn: Basilikum, Borretsch, Chicorée, Dille, Bohnen/Fisolen, Gurken, Kapuzinerkresse, Knoblauch, Kohlrabi, Salate, Neuseeländer Spinat, Spinat, Petersilie, Lauch, Radicchio, Radieschen, Ringelblume, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Zeller, Thymian, Zwiebel
ungeeignete Nachbarn: Melanzani, Erbsen, Erdäpfel, Kümmel, Rote Rübe, Zuckermais

Keimtemperatur 15-20°C, Keimdauer 15-20 Tage, zweijährig und deshalb komplett frosthart
Aussaat Mitte März bis Mitte Juni, Saattiefe 2 cm, Abstand in der Reihe 5-10 cm, Reihenabstand: 30cm, mögen lockeren Boden
brauchen sehr lange zum Keimen (länger als Petersilie), Keimblätter sehen den Petersilienblättern ähnlich, daher ist die Kennzeichnung der Reihe wichtig
sie sind im Winter in feuchtem Sand gut haltbar
geeignete Nachbarn: Rote Rüben, Erdäpfel, Radieschen, Salate, Spinat, Zwiebeln
ungeeignete Nachbarn: Fenchel, Karotten, Zeller

Keimtemperatur 12-20°C, Keimdauer bis zu 6 Wochen, zweijährig und deshalb komplett frosthart
Aussaat März bis Mitte Juni, Saattiefe 1-2 cm, Abstand in der Reihe 5-10 cm, Reihenabstand: 40cm, mögen lockeren Boden
braucht lange zum Keimen, Keimblätter ähneln der Petersilie, daher ist die Kennzeichnung der Reihe wichtig
Blätter können laufend geerntet werden, das Blattherz muss jedoch immer stehen bleiben
sie sind im Winter in feuchtem Sand gut haltbar
geeignete Nachbarn: Basilikum, Erdäpfel, Knoblauch, Liebstöckel, Lauch, Radieschen, Ringelblumen, Paradeiser
ungeeignete Nachbarn: Lavendel, Karotte, Pastinake, Salat, Zeller, Kohlgewächse

Keimtemperatur 3-18°C, Keimdauer 7-14 Tage, frosthart bis -9°C
Salate können gesät oder als Jungpflanze gesetzt werden; von uns erhalten Sie Salat-Jungpflanzen, aber auch gesäten Pflücksalat
die meisten Salate sind Lichtkeimer, d.h. das Saatgut sollte nur ganz dünn mit Erde bestreut werden, danach ein wenig andrücken
der Pflanzzeitpunkt hängt von der Sorte ab, die meisten Salate können von Mitte März bis Mitte Mai und Ende Juni bis Ende August gesät bzw. ausgepflanzt werden
Aussaat-/Pflanzabstand ca. 30×30 cm
Tipp: wie man im Bild erkennen kann, haben wir nicht im angegebenen Pflanzabstand gesät – vereinzeln Sie den Salat, indem Sie ihn, sobald er etwas größer und kräftiger ist, einfach zu einem geeigneten Nachbarn umpflanzen
Ernte: beim Pflücksalat ernten Sie stets nur die Außenblätter (je nach Sorte ab einer Größe von ca. 6-10 cm) und lassen das Salatherz stehen – so wächst 4-6 Wochen lang immer neuer Salat nach
Wichtig: sobald der Salat (unabhängig von Sorte) beginnt, spitz nach oben zu wachsen, schnell ernten, denn es bedeutet, dass er beginnt in die Blüte zu gehen und dann richtig bitter schmeckt!
geeignete Nachbarn: Basilikum, Dille, Erbsen, Erdbeeren, Bohnen/Fisolen, Kohlgewächse, Gurken, Kerbel, Knoblauch, Mairüben, Karotten, Sommerportulak, Radieschen, Rote Rübe, Thymian, Paradeiser, Zuckermais, Zwiebeln
ungeeignete Nachbarn: Lavendel, Zeller
Tipp:
wie man im Bild erkennen kann, haben wir nicht im angegebenen Pflanzabstand gesät – vereinzeln Sie den Salat, indem Sie ihn, sobald er etwas größer und kräftiger ist, einfach zu einem geeigneten Nachbarn umpflanzen
Ernte: beim Pflücksalat ernten Sie stets nur die Außenblätter (je nach Sorte ab einer Größe von ca. 6-10 cm) und lassen das Salatherz stehen – so wächst 4-6 Wochen lang immer neuer Salat nach
Wichtig: sobald der Salat (unabhängig von Sorte) beginnt, spitz nach oben zu wachsen, schnell ernten, denn es bedeutet, dass er beginnt in die Blüte zu gehen und dann richtig bitter schmeckt!
geeignete Nachbarn: Basilikum, Dille, Erbsen, Erdbeeren, Bohnen/Fisolen, Kohlgewächse, Gurken, Kerbel, Knoblauch, Mairüben, Karotten, Sommerportulak, Radieschen, Rote Rübe, Thymian, Paradeiser, Zuckermais, Zwiebeln
ungeeignete Nachbarn: Lavendel, Zeller


Aussaat März bis April, Reihenabstand 25cm, Abstand in der Reihe 10 – 15 cm
die kleinen Zwiebeln werden „gestupft“, bedeutet mit der Spitze nach oben so weit in die lockere Erde gesteckt, dass die Spitze gerade noch herausschaut, sie sollten nicht zu tief gesetzt werden
mögen lockeren Boden
sind erntereif, wenn sich das Laub hinlegt und vergilbt
für die Lagerung erst ernten, wenn das Laub vollkommen vertrocknet ist, danach flechten und dunkel und trocken aufgehängt lagern
geeignete Nachbarn: Dille, Erdbeeren, Salat, Gurken, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Zeller, Paradeiser, Zucchini
ungeeignete Nachbarn: Lauch, Kohlgewächse, Erbsen, Melanzani, Erdäpfel, Majoran, Radieschen, Spinat

Keimtemperatur 18-22°C, Keimdauer 6-14 Tage, frosthart bis -4°C
Auspflanzung von Mai bis Juni möglich, Pflanzabstand 30 cm in der Reihe, 40 cm Reihenabstand
sollte nicht zu tief eingesetzt werden, beim Knollenzeller sollte am Ansatz der Knolle immer wieder die Erde weggeschabt werden, damit sich die Knolle gut entwickeln kann
Wenn sie im Laufe der Saison merken, dass sich beim Knollenzeller keine Knolle bildet, dann haben Sie zu tief gesetzt, schaben Sie die Erde dann einfach weg
Laub kann auch geerntet werden, während sich die Knolle noch entwickelt
Zeller ist ein Starkzehrer und darf mit Jauchen gedüngt werden; jede andere Art der Düngung als die auf dieser Webseite oder in unserer BioRegel genannte ist auf unseren Feldern nicht erlaubt
geeignete Nachbarn: Brokkoli, Bohnen/Fisolen, Gurken, Kerbel, Knoblauch, Kohlgewächse, Paprika, Pastinake, Paradeiser, Ringelblumen, Spinat, Zwiebel, Lauch
ungeeignete Nachbarn: Zuckermais, Erdäpfel, Salat, Liebstöckel, Petersilie
Wenn sie im Laufe der Saison merken, dass sich beim Knollenzeller keine Knolle bildet, dann haben Sie zu tief gesetzt, schaben Sie die Erde dann einfach weg
Laub kann auch geerntet werden, während sich die Knolle noch entwickelt
Zeller ist ein Starkzehrer und darf mit Jauchen gedüngt werden; jede andere Art der Düngung als die auf dieser Webseite oder in unserer BioRegel genannte ist auf unseren Feldern nicht erlaubt
geeignete Nachbarn: Brokkoli, Bohnen/Fisolen, Gurken, Kerbel, Knoblauch, Kohlgewächse, Paprika, Pastinake, Paradeiser, Ringelblumen, Spinat, Zwiebel, Lauch
ungeeignete Nachbarn: Zuckermais, Erdäpfel, Salat, Liebstöckel, Petersilie

